Freitag, 22. September 2017

"Das Reich der sieben Höfe: Dornen und Rosen" - Sarah J. Maas

Das Reich der sieben Höfe 1




Preis: € 18,95
Seitenanzahl: 480
Reihe: 1. Teil einer Reihe
Genre: High Fantasy, Jugendbuch
Verlag: dtv
Erscheinungsdatum: Februar 2017
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Vielen Dank an Sandra/Miss Page-Turner!







Die Welt in „Das Reich der sieben Höfe“ ist streng in das Reich der Fae und das Reich der Menschen unterteilt. Der Teil des Faereich, in dem das Buch spielt, heißt Prythian und ist in sieben Höfe eingeteilt: Die Höfe des Frühling, Winters, Herbst und Sommers und die Höfe des Morgens, des Tages und der Nacht. Die junge Feyre lebt zusammen mit ihrem Vater und ihren zwei Schwestern in einem Dorf, das nur eine Tagesreise von Prythian, dem Land der Fae, entfernt liegt. Die Familie war einst eine wohlhabende und angesehene Familie, doch durch eine Fehlentscheidung des Vaters, der von Beruf Händler war, haben sie sämtlichen Besitz und alles Geld verloren und hausen nun in einem ärmlichen kleinen Haus.

Um die Familie über Wasser zu halten, tut Feyre alles, was in ihrer Macht steht: Sie jagt, beschafft Nahrung, verwertet die Beute und verkauft Häute und Fell auf dem Markt. Unterstützung von ihrer Familie erhält sie dabei kaum. Der Vater ist am Bein verletzt und kann sich selbst kaum aufraffen etwas zu tun, ihre Ältere Schwester trauert dem Reichtum nach und ihre jüngere Schwester ist zu zierlich und naiv, um viel beizusteuern. Das Buch beginnt mit einem solchem Jagdausflug, wobei sich Feyre deutlich weiter als sonst von ihrem Haus entfernte. Dabei trifft sie auf einen überdurchschnittlich großen Wolf. Sofort kommen ihr Geschichten von den bösartigen Fae in den Sinn, die sich angeblich verwandeln können und die schon etliches Leid über die Menschen gebracht haben. Noch dazu brächte der Wolf eine erhebliche Summe ein und daher erlegt sie ihn mit einem Eschenpfeil, denn nur Eschenholz kann einen Fae verletzten. Sie zieht dem Wolf dem Wolf das Fell ab und es gelingt ihr am nächsten Tag das Fell zu einem hohem Preis zu verkaufen.

Am Abend wird die Familie plötzlich von einem fürchterlichen Monster überrascht, das die Tür aufbricht und Vergeltung für seinen getöteten Freund, den Wolf, fordert. Beide sind Fae. Er verweist dabei auf einen Vertrag, der zwischen Menschen und Fae geschlossen wurde und der es untersagt, dass ein Mensch einen Fae ohne Grund töten darf. Sollte das doch geschehen, so müsse eine Wiedergutmachung geleistet werden: Ein Leben für das andere. Der Fae bietet Feyre jedoch an dieses Leben einzufordern, indem sie den Rest ihres Lebens in Prythian verbringt. Feyre willigt ein und folgt dem Monster in das Reich der Fae.

In Prythian angekommen wird Feyre von dem Fae auf ein stattliches Anwesen gebracht und während in der Menschenwelt Winter herrscht, ist hier das Wetter lau und angenehm. Im Anwesen angekommen verwandelt sich das Monster in einen jungen Mann mit blondem Haar und einer goldenen Maske auf dem Gesicht. Damit stellt er sich als High Fae, einer der mächtigsten Faerasse heraus. Er stellt sich als Tamlin vor. Dazu gesellt sich noch ein weiterer High Fae: Lucien.

In den ersten Tagen im Anwesen von Tamlin denkt Feyre nur daran einen Fluchtplan zu entwickeln, so stiehlt sie heimlich ein Messer, merkt sich den Grundriss ect. Auf Tamlin und Lucien reagiert sie misstrauisch, obwohl sie einigermaßen gut behandelt wird. Nebenbei erfährt sie auch, dass das Land der Fae von einer geheimnisvollen Seuche heimgesucht wird, die die Magie befällt. Das ist auch der Grund, warum Tamlin und die anderen Mitglieder seines Haushaltes die Masken nicht abnehmen können. Zusätzlich fallen plötzlich dunkle und grausame Wesen in Talins Ländereien ein.

Eines Abend sieht Feyre plötzlich ihren Vater am Tor stehen und eilt ihm kopfüber entgegen in dem Glauben, er wäre zu ihrer Rettung gekommen. Jedoch ist es in Wahrheit ein Puka, ein bösartiger Fae, der versucht sie in die Falle zu locken, aber Tamlin kann Feyre noch rechtzeitig aufhalten.
In den folgenden Tagen passt Feyre sich mehr oder weniger dem Alltag im Herrenhaus an, während Tamlin den Boggen jagt, der in sein Land eingefallen ist, und Lucien Feyre auf Ausflügen begleitet. Dabei erfährt Feyre von den Suriel, Fae, die einem jede Frage beantworten müssen, wenn man sie gefangen hat.
Über Umwegen gibt Lucien Feyre zu verstehen, wie sie einen Suriel fangen kann, und tatsächlich gelingt es ihr einen aufzustöbern und zu fangen. Von ihm erfährt Feyre, dass Tamlin der High Lord, der Fürst, des Frühlingshof ist. Des Weiteren rät der Suriel ihr, um jeden Preis bei Tamlin zu bleiben, da sie bei ihm in Sicherheit ist. Das Gespräch der beiden wird von dem Auftauchen drei schlangenähnlicher gefährlicher Fae, den Naga, unterbrochen die Feyre und den Suriel angreifen. Feyre gelingt es einen Naga zu töten, den Suriel zu befreien und ein Stück zu fliehen, wird jedoch von den restlichen Naga eingeholt. Im letzten Moment wird sie von Tamlin gerettet.

In den nächsten Tagen und Wochen lebt sich Feyre immer mehr ein und kommt auch Tamlin immer näher. Auch zu Lucien baut sie eine wage Freundschaft auf. Sie beginnt zu verstehen, dass nicht alle Fae bösartige Monster sind und fühlt sich am Frühlingshof immer wohler. Die freiheitliche Stimmung wird durch das Auftauchens eines Wesens getrübt, das offensichtlich Druck auf Tamlin ausüben kann und irgendetwas gegen ihn in der Hand hat. Noch dazu wird immer wieder eine geheimnisvolle Person (Sie) erwähnt, vor der alle Angst zu haben scheinen.

 Dann steht das Calanmai an, ein Frühlingsfest der Fae. Feyre würde gerne an dem Fest teilnehmen, bekommt aber von Tamlin ein strenges Verbot zu den Freudenfeuern zu gehen, da es zu gefährlich wäre, denn das Ritual der Fae hat etwas Animalisches und Gefährliches. Er verlangt, dass sie sich in ihr Zimmer einschließt und bis zum nächsten Tag nicht raus kommt. Feyre ignoriert jedoch diese Warnung und folgt dem Klang der Trommel zu einer Höhle, auf die alle anwesenden Fae zuströmen. Dort wird sie von drei Fae abgefangen, die sie belästigen. Gerettet wird sie von einem überirdisch schönen, fremden Fae. Kurze Zeit später findet Lucien sie und bringt sie zurück zum Anwesen. Er erklärt ihr, dass das Ritual eine Art Fruchtbarkeitsritual ist, in der Tamlin unter Einfluss seiner Instinkte und animalischen Seite eine Gefährtin für die Nacht aussuchen soll. Feyre geht daraufhin auf ihr Zimmer, wird jedoch von Tamlin überrascht, als sie sich in der Küche etwas zu Essen holen will. Der immer noch unter dem Einfluss des Rituals stehende Tamlin bedrängt Feyre und beißt ihr letztendlich sanft in den Hals, woraufhin sie ihn zurückstößt.

 Nach diesem Ereignis geht es eine Zeit lang wie gehabt weiter mit der Ausnahme, dass Feyre jetzt alle Fae, die sich im Haus befinden, sehen kann; zuvor wurde der Großteil von einem Zauber vor ihr verborgen. Ein Paar Tage nach Calanmai findet sie einen abgetrennten Kopf im Garten, der offenbar von Mitgliedern des Hofes der Nacht dort platziert wurde.

Kurz darauf findet auch die Sommersonnenwende statt: ein fröhliches Fest, auf dem Feyre, angeheitert vom Fae-Wein, viel tanzt und auch Tamlin noch näher kommt, was in einem Kuss endet. Am nächsten Tag erhalten sie Besuch von dem fremden Fae, den Feyre an Calanmai getroffen hat. Sein Name ist Rhysand und er ist der Highlord vom Hof der Nacht. Damit er Feyre nicht bemerkt, verschleiert Tamlin ihre Anwesenheit, doch Rhysand durchschaut den Schleier und bringt Tamlin und Lucien dazu vor ihm niederzuknien, damit er Feyres Anwesenheit nicht an Amarantha verrät. Amarantha ist ebendiese Person, die geheimnisvolle „Sie“, vor der alle Angst haben. Nachdem sie seineb Befehl befolgen, verschwindet er.

Dieses Ereignis macht Tamlin klar, dass Feyre nicht mehr sicher bei ihm ist, und er schickt sie weg, zurück zu ihrer Familie in die Menschenwelt. Dort angekommen stellt Feyre fest, dass sich Tamlin um ihre Familie gekümmert hat, in dem er ihnen ein beachtlich Vermögen schenkte. Allerdings haben sie keine Erinnerung mehr an Feyres „Entführung“ . Ein paar Tage bleibt Feyre bei ihnen, macht sich jedoch zu sehr Sorgen um Tamlin. Mit der Unterstützung ihrer großen Schwester, die als einzige ihre Erinnerung behalten hat, macht sich Feyre auf den Weg zurück zum Frühlingshof.

 Dort angekommen findet sie das Herrenhaus verlassen und zerstört vor, die Bewohner sind verschwunden. Kurze Zeit später trifft sie aber auf Alis, die Feyres Zofe am Hof war. Sie erklärt Feyre, dass Amarantha Tamlin geholt hat und dass Amarantha die grausame Herrscherin ist, die vom benachbarten Fae-Land Hypern gekommen ist und nun dabei ist, Prythian Stück für Stück zu unterwerfen. Sie ist die geheimnisvolle Krankheit, die den Fae ihre Magie raubt, und sie ist auch für den Fluch verantwortlich, der die Masken auf den Gesichtern der Mitglieder des Frühlingshof festsetzt. Um den Fuch zu brechen, müsse Tamlin innerhalb von 49 Jahren eine Sterbliche finden, die bereit ist ihn zu heiraten, aber es muss eine Sterbliche sein mit Eis im Herzen, die die Fae über alle Maße hasst und bereit ist, einen Fae jederzeit ohne Grund zu töten.
Um eine solche Sterbliche zu finden, schickte Tamlin immer wieder Fae ins Reich der Menschen, darunter auch Andras, der Wolf, den Feyre getötet hatte. Den Teil mit der Wiedergutmachung und dem Vertrag hat er sich ausgedacht, um Feyre zu sich zu holen, und Feyre erkennt, dass sie den Fluch hätte brechen können, wenn sie Tamlin gesagt hätte, was sie für ihn empfindet.

Die Zeitfrist ist nun um und Tamlin wurde daher von Amaratha zur ihr unter den Berg geholt, der sich in der Mitte von Prythian befindet. Feyre beschließt Tamlin zu retten und gelangt mithilfe eines unterirdischen, verzauberten Gangs in den Berg. Dort wird sie von Amaranthas Schergen aufgegriffen und zu ihr in den Thronsaal gebracht. Feyre schließt mit Amaarntha eine Wette ab: Wenn sie es schafftm drei von Amarantah gestellte Aufgaben zu erfüllen, dürfen sie, Tamlin und sein Hof gehen und Tamlins Fluch ist gebrochen. Amarantha bietet darüber hinaus noch an, dass der Fluch sofort gebrochen wäre und alle sofort gehen könnten, wenn Feyre ein bestimmtes Rätsel löst.

Da Feryre die Antwort auf das Rätsel nicht kennt, wird sie bis zur ersten Aufgabe in ein Verlies gesteckt. Die erste Aufgabe besteht darin, in einem Labyrinth eine Art riesigen Wurm zu erlegen. Der Wurm ist blind, aber riesengroß und hat messerscharfe Zähne. Mithilfe einer List gelingt es Feyre den Wurm in eine Falle zu locken und zu töten, allerdings wird sie selber ebenfalls schwer verletzt.
Zurück im Verlies verschlimmert sich ihr Zustand, da ihre Wunden sich entzündet haben. Als sie schon starkes Fieber hat, taucht plötzlich Rhysand in ihrer Zelle auf. Er bietet ihr einen Handel an: Er heilt sie und im Gegenzug kommt Feyre jeden Monat für zwei Wochen an seinen Hof. Feyre handelt die Bedingung auf eine Woche pro Monat herunter und willigt ein, woraufhin Rhysand den Beweis für ihren Pakt in Feyre's linken Arm als eine Art Tattoo einbrennt.

In den nächsten Tagen versuchen die Diener von Amarantha mit unmöglichen Aufgaben zus schikanieren, bis Rhysand dies unterbindet. Danach wird sie regelmäßig von Rhysand in Kleider gesteckt, die nur ein Hauch von nichts sind, und bei Amaranthas Hofbällen vorgeführt, wobei Rhysand ihr regelmäßig so viel Fae-Wein verabreicht, dass Feyre sich kaum an diese Abende erinnert.

Bei der zweiten Aufgabe befindet sich Feyre in einer Grube, deren mit Dornen besetzte Decke immer weiter herunterkommt. Um das aufzuhalten, muss sie den richtigen Hebel ziehen, der die Antwort auf ein Rätsel darstellt, das in die Grubenwand eingraviert ist. Da Feyre nicht richtig lesen kann schafft sie es nur dank Rhysands Hilfe die Aufgabe zu lösen.

Die letzte Aufgabe besteht darin, dass Feyre einen Dolch in die Hand gedrückt bekommt und drei Fae töten soll. Schweren Herzens überwindet Feyre sich zwei von ihnen zu töten, doch der dritte Fae ist Tamlin. In dem Moment fällt ihr ein, dass mehrere Personen angedeutet hatten, dass Tamlin ein Herz aus Stein hat. In dem Vertrauen, dass es ihn nicht umbringen wird, sticht Feyre Tamlin den Dolch ins Herz.
Feyre hatte mit ihrer Vermutung recht und der Dolch bricht an Tamlins steinernen Herzen ab. Die Höflinge fordern nun Feyre freizulassen, da sie ja alle Aufgaben erfüllt hat, aber Amarantha weigert sich dies zu tun, da sie ja nie gesagt hat, wann sie sie freilassen wird. Amarantha beginnt Feyre zu foltern und sie langsam zu töten, woraufhin sich Rhysand zwischen Feyre und Amarantha wirft, auch wenn er kaum etwas gegen die High Queen ausrichten kann.
Kurz bevor ihr Rückgrat bricht, fällt Feyre die Antwort auf das Rätsel ein. Sie flüstert die Antwort: Liebe. Dadurch wird der Fluch gebrochen, Tamlin erhält seine vollen Kräfte zurück und es gelingt ihm Amarantha zu besiegen. Diese ganze Szene nimmt Feyre nur noch als Seele durch Rhysand Augen wahr, da sie schon dabei ist zu sterben. Die versammelten High Lords der Höfe retten sie, indem sie Feyre zu einer High Fae machen.

Das Buch endet damit, dass Feyre zusammen mit Tamlin zum Frühlingshof zurückkehrt, wobei Feyre noch von Rhysand an ihren Pakt erinnert wird.

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