Freitag, 31. März 2017

"Schwarz" - Stephen King



Jenseits



Preis: € 9,99
Seitenanzahl: 352
Reihe: 1. Teil einer Reihe
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
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Der Revolvermann Roland Deschain, der letzte seiner Art, durchstreift die Wüste auf der Jagd nach dem Mann in Schwarz.

Unterwegs rastet er bei einem Grenzbewohner namens Brown und seinem Falken Zoltan. Zunächst misstraut er Brown und ist sich nicht sicher, ob dieser ein Zauberer ist, entscheidet sich dann aber, dessen Leben zu verschonen und erzählt ihm stattdessen von seinen Erlebnissen in Tull, einer Stadt, die er einige Wochen zuvor durchquert hatte:

In Tull lebte er einige Tage bei der Barkeeperin Alice, die ihm im Tausch gegen Sex Informationen über den Mann in Schwarz gab, der kurz zuvor in der Stadt gewesen war und einen Mann namens Nort wieder zum Leben erweckt hatte, der zuvor aufgrund seiner Abhängigkeit von Teufelsgras (das als Droge geraucht oder gekaut werden kann) gestorben war. Alice, die dies zusammen mit einigen anderen Gästen der Bar mitbekommen hatte, bekam vom Mann in Schwarz ein Wort - "Neunzehn" genannt, das sie zu Nort sagen solle, wolle sie je die Wahrheit über den Tod wissen.
Alice hatte früher eine Beziehung mit dem Pianisten und Namensgeber ihrer Bar, Sheb. Dieser versuchte eines Tages aus Eifersucht Roland (oder Alice? Oder beide?) umzubringen, woraufhin ihm von Roland beide Handgelenke gebrochen werden. Roland erkennt ihn an diesem Tag auch wieder als jemand, der dabei war, als seine ehemalige Geliebte Susan Delgado ermordet wurde. Über Susans Tod erfährt man nicht viel mehr, sie wird jedoch noch mehrfach erwähnt und scheint eine der wenigen Personen gewesen zu sein, an denen Roland wirklich etwas lag und denen er vertraut hatte.
Während Roland in Tull lebte, hetzte die (möglicherweise vom Mann in Schwarz angestiftete) Priesterin Sylvia Pittston das gesamte Dorf auf Roland, dessen Bewohner Alice als Geisel nahmen. Diese - durch das Aussprechen des Wortes "neunzehn" und die darauffolgenden Offenbarung wahnsinnig geworden - flehte Roland an, sie zu töten, was dieser auch tat. Anschließend tötete er im Kampf sämtliche andere Bewohner des Dorfes (etwa 50), da diese ihn umzubringen versuchten, und wurde dabei selbst verletzt.
Dann zog er weiter.

Roland übernachtet eine Nacht bei Brown und zieht dann wieder seines Weges - ohne sein Maultier, das während des Aufenthalts gestorben ist.

Wochen später erreicht Roland eine Art verlassenen Hof, an dem der Mann in Schwarz ebenfalls zuvor gerastet hat und an dem er nur einen einzigen Menschen trifft: einen kleinen Jungen. Als Roland ohnmächtig wird, macht ihm der Junge ein gemütliches Lager und besorgt ihm etwas zu trinken und zu essen.
Auf Rolands Frage hin, wo er herkomme, kann sich Jake Chambers nur an Bruchteile erinnern, weshalb Roland ihn hypnotisiert. Für die Leser*innen wird klar, dass Jake aus unserer Welt stammt und bei lieblosen Eltern (drogensüchtiger Vater, Mutter, die den Vater betrog) in New York City aufwuchs und stets zu Hausangestellten abschoben wurde, welche ihn jedoch nur professionell und ohne Liebe behandelten. Eines Tages wurde Jake vom Mann in Schwarz aus unbekannten Gründen vor ein Auto gestoßen, starb, und hielt sich seitdem in Rolands Welt auf. Obwohl es auch in Rolands Welt bestimmte technische Errungenschaften wie Strom, elektrische Herde und Revolver gibt, kennt er keine Fernseher und keine U-Bahnen und hält Jakes Geschichten zu großen Teilen für Fantasie, während Jake selbst sich im Wachzustand an fast nichts klar erinnern und es daher auch nicht erklären kann.

Im Keller des Hofes, auf dem Jake lebt und aus dem Roland ein paar Vorräte mitnehmen will, begegnet er plötzlich einem Dämon, der ihm eine kryptische Botschaft mitteilt, deren Sinn nie erklärt wird. Hinter einer Wand, aus der der Dämon mit der Stimme von Alice gesprochen hat, findet Roland ein Skelett, dessen Kieferknochen er einsteckt, welcher offenbar gegen böse Zauber genutzt werden kann.
Roland nimmt Jake mit auf seine weitere Reise und dieser erweist sich als äußerst robust und intelligent. Sie durchqueren die Wüste und gelangen in eine fruchtbarere Gegend mit Wiesen und Bäumen, in der Roland sogar Kaninchen erlegen kann.
Dort wird Jake auf einem Streifzug beinahe von einem Wesen, das Orakel und Sukkubus zugleich zu sein scheint, in seinen Bann gezogen, was Roland jedoch verhindern kann. Er spricht selbst mit dem Orakel und hört erneut eine Prophezeiung, die besagt, drei sei seine Schicksalszahl. Jake sei der Schlüssel zum Mann in Schwarz, dieser wiederum zu "den Drei" und die Drei der Schlüssel zum Dunklen Turm, der Rolands eigentliches Ziel ist. Das Orakel gibt Roland noch einige unzusammenhängende Details über die Drei, die ihm begegnen werden, dann verlässt er es wieder in seinem Steinkreis, in dem es gefangen ist.

Jake und Roland erreichen einen Berg, auf dem sie auch tatsächlich auf den Mann in Schwarz treffen. Dieser will sie auf der anderen Seite treffen und so müssen sie erst wieder einige Tage lang durch ein unterirdisches Höhlensysteme reisen, in dem sie auf Schienen stoßen und sich in einer Draisine fortbewegen. Sie werden auch von Langsamen Mutanten (sich langsam fortbewegende, dümmliche Monsterweden) angegriffen, die Jake beinahe töten, die Roland dann jedoch besiegen kann.
Am Ende der Schienen stoßen sie auf eine Art Hauptbahnhof, in dem sie noch die Mumien von scheinbar durch Gas getöteten Bahnhofsmitarbeitern finden. Von dort aus müssen sie sich über ein wackliges System aus Metallbalken direkt über einem Abgrund fortbewegen, wobei Jake kurz vor dem Ziel abstürzt und Roland, der kurz davor ist, den Mann in Schwarz zu erreichen, und prophezeit bekommen hat, dass er Jake opfern müsste, sich entscheidet, ihn nicht zu retten.

In einem Gespräch am Lagerfeuer offenbart der Mann in Schwarz, der, wie sich herausstellt, bereits in Rolands Kindheit in verschiedenen Gestalten aufgetaucht ist, ihm eine für ihn äußerst schmerzhafte Vision vom Universum und weiteren Planeten. Er beginnt Roland von anderen Planeten und Welten zu erzählen, doch Roland will (aus Gründen, die den Lesenden nie erklärt werden), nur etwas über den Dunklen Turm und den sogenannten Roten König, den Meister des Manns in Schwarz, wissen. Schließlich beginnt der Mann in Schwarz, die Geschichte des Dunklen Turms zu erzählen, die jedoch im Buch selbst nicht erzählt wird.
Er gibt Roland noch mit auf den Weg, er solle das Meer überqueren. Als Roland aus seinem vom Mann in Schwarz ausgelösten Traum wieder aufwacht, ist dieser nur noch ein Skelett und Roland um zehn Jahre gealtert, wobei er nicht glaubt, dass der Mann in Schwarz wirklich tot ist.
Roland macht sich auf dem Weg zum Meer und wartet auf das vom
Mann in Schwarz angekündigte "Ziehen der Drei".



Während Rolands ganzer Reise gibt es immer wieder Flashbacks in seine Vergangenheit.
Abgesehen von der gelegentlichen Erwähnung von Susan erfährt man, dass Revolvermänner offenbar an einem bestimmten Ort namens Gilead, an dem alle (?) Revolvermänner lebten, eine harte Ausbildung erfuhren und schließlich im Alter von ungefähr 18 ihren Meister besiegen mussten, um Revolvermann werden zu dürfen.

Eine der ersten Erinnerungen, die man von Roland mitbekommt, ist, wie er gemeinsam mit Cuthbert, einem der anderen Jungen in Ausbildung (die anderen, die erwähnt werden, hießen Jamie und Alain, wobei letzterer ebenfalls ein guter Freund von Roland war), mitbekam, dass der Koch Hax, der den Jungen immer heimlich Essen gab, wenn ihr brutaler und gnadenloser Meister Cort es verbot, scheinbar alle in Gilead Lebenden vergiften wollte - auf Befehl eines gemeinisvollen Auftraggebers hin, dem Hax dient. Roland erzählte es seinem Vater Steven und Hax wurde gehängt.

Roland entschied sich bereits mit 14, zwei Jahre früher als sein Vater, der der bis dahin Jüngste gewesen war, den Kampf gegen Cort zu führen. Mithilfe seiner Überraschungswaffe, seinem Falken David, gewann er den Kampf dann auch tatsächlich.
Ausgelöst würde Rolands plötzliche, überstürzte Entscheidung durch eine Begegnung mit Marten, dem Berater der Revolvermänner (und eine der Identitäten des Manns in Schwarz), der offenbar eine Affäre mit Rolands Mutter hatte, diese aber auch schlug und Roland durch sein herablassendes Verhalten entzürnt hatte.

Des Weiteren wird angedeutet, dass Rolands Vater ihn später wegschickte, ermordet wurde und der Ort, an dem Roland aufwuchs, zerstört wurde.

1 Kommentar:

  1. Hey cool, danke für diese Zusammenfassung. Ich wollte diesen Monat noch zu Teil 2 greifen, jetzt bin ich perfekt vorbereitet :-)

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