Freitag, 1. August 2014

"Göttlich verliebt" - Josephine Angelini

Göttlich verliebt Cover


Preis: € 19,95
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 464
Reihe: 3. Teil einer Trilogie
Genre: Fantasy, Mythologie
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: März 2013
← ©Oetinger
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Helen, Lucas und Orion werden nach ihrem Kampf mit Ares von den Familienmitgliedern aufgelesen und kurieren ihre Verletzungen im Hause Delos aus. Währenddessen verfolgen alle die Nachrichten, um den Schaden, den die herabgestiegenen Götter anrichten, im Auge zu behalten. Hephaistos schmiedet beispielsweise in wieder aktiven Vulkanen Waffen für den bevorstehenden Krieg.

Der Delos-Haushalt nimmt die halbe Sirene Andy auf, die wegen ihrer Schönheit vom Gott Apoll gejagt wird. Immer öfter kommen merkwürdige Fähigkeiten an Helen zum Vorschein: Sie kann die Gefühle anderer Personen sehen und beeinflussen, Dinge "teleportieren" Erdbeben auslösen und Lügen erkennen. Schnell wird Lucas klar, dass Helen bei ihrer Blutsbrüderschaft Orions und seine Fähigkeiten übernommen haben muss. Die Familienmitglieder und auch Claire und Matt sind alarmiert, weil Helens Gaben immer gefährlicher werden. Kein Scion war je so stark wie sie.

Dazu kommt, dass sie, als sie in Band 2 den Fluss Lethe berührt hat, Erinnerung an ihre früheren Leben aufgenommen hat. Immer wieder flammen sie als Visionen vor ihren Augen auf - als Helena von Troja, als schottische Clantochter, aber immer mit vertrauten Gesichtern um sich. Sie finden heraus, dass sich viele Personen in jeder Generation seit dem Trojanischen Krieg wiederholen, weil damals etwas nicht geschehen ist, wie es die Parzen wollten. Seitdem trachten sie danach, den großen Zyklus fortzusetzen: Die Kinder sollen ihre Eltern stürzen, wie es die Götter schon bei den Titanen und diese mit Gaia und Uranos getan hatten.

Helen sucht Hilfe bei Hades. Dieser erklärt ihr, dass es ihr als Deszenderin zwar erlaubt ist, willentlich in die Unterwelt hinabzusteigen, dies aber nur ein Teil ihrer Kräfte ist. Sie ist genau wie Morgan und Atlanta vor ihr (die Avalon und Atlantis erschaffen haben) eine "Weltenschöpferin", was extrem selten ist. Hades hat Helen mit seinen Herausforderungen, die sie als Bestrafung empfunden hat, auf diese Aufgabe vorbereitet.
Die beiden erwähnten Welten sind allerdings mit dem Tod ihrer Erschafferinnen untergegangen. Also war das jahrhundertelange Blutvergießen der Scions, um Atlantis und somit die Unsterblichkeit zu bekommen, eine Fehlinterpretation der Prophezeiung und damit völlig unnütz.

Helen kann jedoch ihr "eigenes Atlantis" erschaffen. Da dort kaum etwas unmöglich wäre, könnte sie dort Personen sehr wohl unsterblich machen. Diese Unsterblichkeit würde in die wirkliche Welt "mitgenommen" werden, wie Helens Verletzungen und der Schmutz aus der Unterwelt.

Bei der Versammlung der vier Häuser im Hause Delos herrscht angespannte Stimmung. Viele der älteren Mitglieder sehen sich zum ersten Mal seit dem Kampf vor 20 Jahren. Als Phaon, ein Mitglied aus dem Haus Rom, Orion rücklings mit einer Klinge angreifen will, holt Helen mit einem sehr starken Magnetfeld die Klinge zu sich und wird rasend wütend. Lucas macht den Fehler, sie zurückhalten zu wollen, und wird dabei teilweise bis auf die Knochen verkohlt.

Seine Verletzungen sind so lebensgefährlich, dass sich Helen gezwungen sieht, ihre Welt zu erschaffen, obwohl das einer Kriegsaufforderung an Zeus gleichkommt. In Jederland ist Helen Herrscherin und kann somit Lucas heilen. Ohne sein Wissen macht sie ihn dabei auch "fast unsterblich" - er kann nicht mehr durch äußere Einflüsse sterben, sondern nur, wenn er es will.

Zurück auf der "Erde" findet ein Duell zwischen Phaon und Orions Vater Daedalus statt, wobei Daedalus als Sieger hervorgeht. Ein Duell ist ein formeller Kampf auf Leben und Tod zwischen zwei sterblich oder unsterblich gleichgestellten Gegnern. In diese von der Titanin Hekate überwachten Spektakel darf sich niemand einmischen. Nachdem Phaon tot ist, erscheinen die Götter des Olymp auf Nantucket. Die Scions befinden sich nun auf der Kippe eines Krieges.

Matt bemerkt seit einiger Zeit Veränderungen an sich. Nicht nur, dass der schmächtige Junge nun ein wahrer Muskelprotz ist, sondern er wird auch Automedons Dolch nicht mehr los. Der Geist eines antiken Kriegers drängt sich in sein Bewusstsein: Der Geist des Achill, einer der größten Krieger aller Zeiten. Matt spürt "seine" Krieger nahen, 33 Myrmidonen, die bald auf der Insel ankommen werden. Auf seiner Seite stehen die Götter, Tantalus ("wiedergeborener" Menelaos), Daedalus (Odysseus) und Pallas (Agamemnon). Sie trachten danach, den Tyrann zu töten, wobei bisher angenommen wurde, dass es sich dabei um Orion handle.
Da sich jedoch mit der Blutsbrüderschaft das Blut der vier Häuser auch in Helen vermischt hat und sie nun ebenfalls Erdbeben verursachen kann, womit der Tyrann in der Prophezeiung charakterisiert wird, fordert Achill nun sie zum Duell, bevor sie noch mächtiger wird. Da jedoch für so einen Fall ein Champion gewählt wurde, tritt Hector gegen Matt an und wird getötet. Bei neuerlicher Herausforderung tritt als Ersatzchampion Lucas an, der aufgrund einer unbedachten Bemerkung Matt mit einen Schuss durch den linken Handknöchel tötet.

Danach verschwindet er mit dem letzten Obolus in den Hades und bietet sich selbst als Herrscher der Unterwelt an, um Hector sein Leben zurückzugeben. Für ihn hat das Leben keinen Reiz mehr, jetzt, da Helen scheinbar mit Orion zusammen war. Helen hat zwar tatsächlich versucht, mit Orion glücklich zu werden, aber es hat nicht sein sollen. Es ist allerdings vorteilhaft, in Orions Nähe zu sein, da er eine Art Blockade ist und die Parzen somit nicht sehen können, was Helen plant.

Unterdessen findet sie heraus, dass ihre Mutter sie bezüglich ihres Vaters belogen hat. Jerry ist Helens leiblicher Vater, also sind Lucas und Helen doch nicht Cousin und Cousine. Daphnes Plan war, dass Helen Orion vor Lucas trifft und sie sich verlieben. Sie war überzeugt, dass Orion der nächste Herrscher der Unterwelt werden würde, da er und Hades das selbe Gesicht haben. Dann hätte er Helen natürlich ihren verstorbenen Vater Ajax zurückgegeben (was Daphnes einziges Ziel ist).

Nachdem Daphne Claire, die sich mit Ariadne aus Angst vor Helen auf die Seite der Götter geschlagen hat, aus dem feindlichen Lager zurückgeholt hat, macht sie sich als Helen verkleidet auf die Suche nach Tantalus und fordert ihn zum Duell. Nachdem sie ihn getötet hat, stirbt sie selbst an ihrer Verletzung.

Während der Schlacht nimmt Helen Orion, Cassandra, Jason, Claire, Hector und Andy mit nach Jederland und macht sie ebenso wie Lucas "fast unsterblich". Sie selbst macht sich unsterblich, damit sie in einem Duell gegen Zeus antreten kann.
Im Duellierring einigen sich Zeus und Helen darauf, dass Zeus Jederland bekommt, wenn Helens Freunden und Familie nichts zustößt. In Jederland angekommen, macht sie den Gott zum alleinigen Herrscher, "behält" sich selbst jedoch die Grenzen dieser Welt. So ist der Gott so lange Helen lebt (und sie ist unsterblich) in seinem eigenen Paradies eingeschlossen.

Lucas und Helen sehen nun ihrer Zukunft als Paar entgegen. Helen konnte trotz des Eides, den Lucas schon geschworen hat, die Toten überzeugen, dass er aufgrund seines (noch) nicht genug ausgeprägten Mitgefühls als Herrscher der Unterwelt ungeeignet ist. Eines Tages wird er jedoch zurückbeordert werden.

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