Montag, 28. Juli 2014

"Göttlich verloren" - Josephine Angelini

Göttlich verloren Cover


Preis: € 19,95
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 512
Reihe: 2. Teil einer Trilogie
Genre: Fantasy, Jugendbuch, Mythologie
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: Mai 2012
← ©Oetinger
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Im Prolog beobachtet Zach, der skeptisch ist, was die Erklärungen für die Verwüstung der Stadt während des Kampfes im letzten Band angeht, einen Mann, den er für etwas ähnliches wie Helen und die Delos- Kinder hält, der aber im Gegensatz zu diesen auch etwas Nicht-menschliches, Insektenartiges an sich hat. Er folgt ihm bis zu einer Jacht, wird dort dann aber ausgeschaltet, wobei man darüber nichts genaueres erfährt. Als er wieder in der Schule auftaucht, geht er nicht mehr ins Footballteam seines Vaters und ignoriert Helen völlig.

Helen und Lucas haben derweil mit ihren Gefühlen füreinander zu kämpfen, die nun, da sie wissen, dass sie Cousin und Cousine sind, verboten sind. Castor drängt Lucas in einem Gespräch dazu, Helen um ihretwillen aus dem Weg zu gehen und sie dazu zu bringen, Lucas zu hassen, woraufhin Lucas mit ihr abweisend und ruppig umgeht, was sie sehr verletzt. Als er sie in einem Streit beinahe verletzt, eskaliert die Situation und er schlägt seinen eigenen Vater und verletzt seine Mutter. Seit diesem Tag ist er nur noch selten Zuhause und geht Helen aus dem Weg.

Die ganze Familie leidet weiterhin unter den Furien, die es ihnen unmöglich machen, auch nur Hectors Stimme am Telefon zu hören. Helen verbringt jede Nacht in der Unterwelt auf der Suche nach den Furien, um diese auszuschalten, und sucht tagsüber mir Cassandra in der Bibliothek Hinweise darauf, wie sie sich diese Besuche erleichtern könnte, denn bis jetzt verläuft diese Suche nie ohne furchtbare Schmerzen und Verletzungen, die sie am nächsten Morgen erst heilen muss.
Als sie eines Nachts im Treibsand feststeckt, wird sie von einem Unbekannten mit denselben Heilfähigkeiten wie Jason und Ariadne gerettet, was eigentlich unmöglich ist, da niemand außer ihr so tief in die Unterwelt vordringen kann.

Bei einem Sportfest begegnen Helen und Claire Hector, welcher kurz darauf von einer Gruppe Scions, die von den Hundert Cousins geschickt wurden, angegriffen wird. Lucas taucht auf und rettet Helen und Claire, kann aber noch rechtzeitig wegfliegen, ohne Hector etwas anzutun. Helen, die sich bereits seit einer Weile verfolgt fühlt, vermutet, dass sie von den Hundert Cousins beobachtet wird und diese Hector durch sie gefunden haben.

Sie trifft den geheimnisvollen Unbekannten aus der Unterwelt zwei mal wieder, wobei er sich schließlich  als Orion Evander, Oberhaupt des Hauses von Rom, Anführer des Hauses von Athen, Dritter Führer der Rogue-Scions und Träger des Goldenen Zweiges von Aeneas vorstellt. Er behauptet, von Daphne geschickt worden zu sein, verschwindet aber, bevor er mehr erzählen kann. Helen bleibt nur seine Jacke, die er ihr in der Unterwelt geliehen hat und in der sich mehrere falsche Ausweise und Führerscheine befinden. Da sie aber vermutet, von den Hundert Cousins beobachtet zu werden, beschließt sie, Orion nicht zu suchen, um diese nicht zu ihm zu führen.

Man bekommt mit, dass Helen von einem insektenartigen Wesen namens Automedon, das offenbar Tantalus dient, seit Wochen beobachtet wird. Automedon hat auch Zach unter seiner Kontrolle und lässt ihn auf die Waffe seines Blutsbruders Treue schwören.
Als Daphne Tantalus, den Mörder ihres verstorbenen Ehemannes Ajax, aufspürt und umbringen will, hält dieser sie davon ab, indem er droht, dass Automedon ansonsten Helen ermorden würde.

Ariadne, Jason, Claire und Matt wollen Helen und Cassandra auf der Suche nach Informationen in der Bibliothek helfen und lassen sich daher mit dem Segen der Parzen von Cassandra zu Priestern von Apoll weihen.

In einem weiteren Gespräch mit Orion erfährt Helen, dass ihre Mutter für die  Befreiung der Rogues und der Ausgestoßenen kämpft. Sie hat ihm selbst geholfen, als er vom Haus seines Vaters, dem Haus Athen, verstoßen wurde, als sein Vater Daedalus, um ihn zu retten, seinen Cousin tötete. Da er aber vom Haus Athen beansprucht worden war, konnte er nicht zum Haus Rom zurückkehren, da er diesem immer noch die Blutrache schuldete. Daher trägt er auch lediglich den Titel "Anführer des Hauses Rom", ist aber auch der Erbe des Hauses von Athen.
Als Helen der Familie Delos von Orion erzählt, erfährt sie, dass eine Prophezeiung existiert, nach der ein Halbgott wie er, der Erbe zweiter Häuser ist, im Falle des Sturzes der Götter einen der Plätze der drei großen Götter Zeus, Poseidon oder Hades einnehmen soll. Er wird auch als "Tyrann" bezeichnet und hat scheinbar die Kräfte, alle Sterblichen umzubringen. Dass dieser Tyrann nun auftaucht, wertet die Familie als Zeichen, dass der finale Kampf zwischen Scions und Göttern kurz bevorsteht.
Helen erfährt auch, dass Orion eigentlich nicht die Macht hat, in die Unterwelt hinabzusteigen, und das lediglich mithilfe des Goldenen Zweigs des Aeneas schafft, den er als einziger Erbe Aeneas' benutzen kann. Als Sohn Aphrodites ist er außerdem immun gegen die Kräfte des Cestus. Zusätzlich besitzt er die Fähigkeit, wenn er Menschen berührt, in deren Herzen zu sehen und diese zu kontrollieren. Genau wie bei Helen funktionieren seine Kräfte in der Unterwelt jedoch nicht.
Als Helen der Familie von Orion erzählt, reagiert Lucas extrem eifersüchtig.

Auf den Weg nach Hause erreicht Helen ein Anruf von Hector, welcher sie vor Automedon warnt. Als Helen sich sein Nest, das sie am Haus der Nachbarn entdeckt, untersucht, wird sie beinahe von ihm erwischt und flieht, wie Hector ihr aufgetragen hat, zur Familie Delos. Dort erfährt sie, dass Automedon ein sogenannter Myrmidone ist, eine Ameise, der von Zeus Menschengestalt verliehen wurde. Myrmidonen sind schneller und stärker als Scions, können aber dafür nicht fliegen und durchaus in der Schlacht getötet werden. Automedon scheint jedoch unsterblich, vermutlich, weil er mit einem Gott in der Schlacht sein Blut geteilt hat. Wenn beide Blutsbrüder einen solchen Kampf überleben, können sie die Kräfte des anderen teilen.
Castor und Pallas brechen nach New York auf, um einen Konzil der Hundert Cousins einzuberufen und zu verlangen, dass Automedon die Überwachung abbricht. Dies kann aber nur gelingen, wenn Helen offiziell als Mitglied der Familie anerkannt wird, da eine solche Überwachung (die meist einem Attentat vorausgeht) nur innerhalb der Familie illegal ist.

Als Helen wieder einmal bei Kate im Laden aushilft, sitzt Zach die ganze Zeit dort, ignoriert sie aber, wenn sie ihn anspricht. Wie Helen und Hector später herausfinden, hat er in einem unbeobachteten Moment ihr Handy an sich genommen und ihren gesamten Nachrichtenverlauf mit Orion gelesen, was bedeutet, dass die Hundert Cousins nun von seiner Existenz wissen. Helen gerät in Panik, aber Orion beruhigt sie und versichert ihr, dass er alles im Griff habe.
Zach selbst dient immer noch Automedon, hat aber langsam den Verdacht, dass dieser doch für jemand anderen als Tantalus arbeitet.

Lucas, der wieder von Zuhause abgehauen ist, weil er es nicht aushält, sich von Helen fernzuhalten, bricht mithilfe seiner neuen Fähigkeit, das Licht so zu lenken, dass es ihn unsichtbar macht,  ins Getty Museum ein und stiehlt einige Münzen. Mit diesen kann er in die Unterwelt gelangen, um Helen auch dort beschützen zu können, wie er es bereits am Tag mithilfe seiner Fähigkeit sich unsichtbar zu machen tut. Helen bemerkt oft nur ein Flimmern in der Luft, nimmt ihn aber, im Gegensatz zu allen anderen, auch in diesem Zustand wahr.

Helens Freunde  entwickeln einen neuen Plan, wie sie sich in der Hölle zurechtfinden könnte. Da sie Orion in der Unterwelt findet, wenn sie beim Einschlafen an ihn denkt, liegt es nahe, dass sie auch andere Lebende dort unten finden kann, z.B. Persephone, eine Halbgöttin und Tochter Demeters, die von Hades entführt wurde und nun die Hälfte des Jahres in der Unterwelt lebt. Dies funktioniert jedoch nicht wie geplant, vermutlich, weil Helen nicht weiß, wie Persephone aussieht.
Daher schlägt Orion vor, sie sollten einem der Flüsse folgen, da einer von ihnen direkt zu Hades' Palast und somit zu Persephone führen wird.
Bei ihrem ersten Versuch werden die beiden jedoch zunächst von Ares belästigt und anschließend von Zerberus angegriffen, wobei ihnen Lucas (den sie jedoch nicht erkennen) hilft, indem er Zerberus ablenkt. Sie können sich gerade noch durch ein Portal retten, werden aber, sobald sie wieder in der richtigen Welt sind, von den Furien beeinflusst und versuchen sich gegenseitig umzubringen, wobei Helen zum ersten mal Orions Fähigkeit, Erdbeben zu erzeugen, zu spüren bekommt und ihn beinahe mit einem Messer ersticht.  Orion kann dies grad noch verhindern, indem er versucht, ihr Herz zu beeinflussen, damit sie die Furien vergisst, und sie dabei aus Versehen dazu bringt, ihn zu küssen.
Als sie sich später bei ihm entschuldigt erfährt sie, dass es ihm ebenfalls leidtut und dass er große Angst vor seinen Fähigkeiten hat. Das Haus von Rom, das von Poseidon abstammt, verlangt eigentlich, dass ein Kind, das so wie Orion mit allen Fähigkeiten Poseidons geboren wird, ausgesetzt wird, um zu sterben. Sein Vater brachte dies nicht übers Herz und tötete drei von Orions Cousins, um seinen Sohn zu schützen. Deswegen und wegen der Prophezeiung und seiner tödlichen Fähigkeiten fühlt Orion sich schlecht.

Helen geht es zunehmend schlechter. Als sie sogar beginnt, Stimmen in ihrem Kopf zu hören und Nasenbluten zu bekommen, obwohl Scions körperlich niemals krank werden, machen sich Jason und Cassandra Sorgen, dass sie bald sterben könnte. Als Helen und Orion in der Unterwelt herausfinden, dass dort alles passiert, was Helen sich wünscht und laut ausspricht, finden beide auf diese Weise Persephone, welche bestätigt, dass Helen sterben wird, wenn sie nicht mehr träumt. Sie will den beiden gerade sagen, wie sie die Furien befreien (und somit loswerden) könnten (nämlich indem sie ihnen Wasser aus einem bestimmten Fluss bringen), als Hades Helen aus der Unterwelt verbannt, weil sie versprochen hat, Persephone zu retten.

Orion erzählt Lucas von Helens schlechtem gesundheitlichen Zustand. Daraufhin gibt Lucas ihr eine der Münzen, die er aus dem Getty Museum gestohlen hat. Sie ist ein Obolus für Morpheus und bringt einen ins Reich der Träume. Von dort aus ist Lucas auch in die Unterwelt gelangt, um Helen und Orion zu beobachten, denn Morpheus' Reich grenzt an die Unterwelt. Helen gelangt zu Morpheus, der versucht sie zu verführen und zum Bleiben zu überreden. Er erklärt ihr, dass sie jede Nacht die Wahl gehabt hat, in zur Unterwelt oder ins Reich der Träume zu reisen und dass sie bloß nicht träumen wollte, da sie ihre verbotenen Gefühle für Lucas aussperren wollte. Er zeigt ihr auch den Weg in die Unterwelt, zu der sie wieder Zutritt bekommt, als sie Hades versichert, dass sie Persephone nicht befreien wird.

Daphne, die sich in Gestalt von Mildreds (Tantalus' Frau) Leibwächter im Konzil eingeschlichen hat, findet heraus, dass Tantalus als ebenfalls Ausgestoßener auch Interesse daran hat, dass Helen die Furien besiegt, und dass er gar nicht vorhat, sie töten zu lassen. Jedoch gehorcht Automedon seinen Befehlen nicht mehr, was Zachs Vermutung bestätigt.
Zach wiederum versucht in den Tagen vor Halloween mehrmals, Kontakt mit Helen und ihren Freunden aufzunehmen, was diese jedoch ablehnen. Er will Helen auch vor etwas warnen, sie hört ihm jedoch nicht lange genug zu, um zu erfahren wovor.
Das Auftauchen von Eris, der Göttin der Zwietracht, und Gespräche zwischen ihr und Automedon, die Zach belauscht, legen nahe, dass Automedon nun Ares dient.

An Halloween taucht Eris in der Stadt auf und sorgt durch ihre Fähigkeit, Zwietracht und Hass zu erzeugen, überall für Aufruhr. Hector besucht Helen, um sie zu warnen und ihr zu erzählen, dass sich plötzlich erstaunlich viele kleine Götter auf der Erde herumtreiben, unter anderem auch Thanatos, der Gott des Todes. Er rät ihr, sich sofort in die Unterwelt zu begeben, wo es ihr und Orion auch tatsächlich gelingt, den Furien Wasser aus dem Fluss der Freude einzuflößen. Die Glückseligkeit, die die drei kleinen Mädchen dabei empfinden, ist jedoch nur von kurzer Dauer und Helen und Orion wird zwar als Dank ihre Blutschuld erlassen, es gelingt ihnen jedoch nicht, alle Scions von dem Fluch zu befreien.  

In der Stadt sorgen Eris und ihr Sohn Phobos für reichlich Chaos. Die Menschen gehen plötzlich aufeinander los und es gibt viele Verletzte. Jason, Ariadne, Lucas, Claire, Matt und Hector kümmern sich um Kate, Jerry und ein paar andere, wobei es zum Kampf zwischen Lucas und Hector kommt, bei  dem Helen gerade noch schlimmeres verhindern kann und die anderen erfahren, dass Lucas ein Schattenmeister ist. Außerdem wird Kate, die die Scionkräfte der Jugendlichen gesehen hat, von Claire eingeweiht, aber gebeten, Jerry nichts zu verraten. Castor und Pallas verlassen den Konzil, um Eris zu jagen, und Helen und Orion steigen wieder in die Unterwelt hinab, um den Furien das Wasser aus dem Fluss Lethe zu bringen, welches sie alles vergessen lassen soll. Sie bemerken nicht, dass Automedon Orion folgt und seinen Meister in die tote Zone zwischen Erde und Unterwelt schickt.
Tatsächlich gelingt es den beiden, die Furien zu überreden, das Wasser zu trinken, sodass die drei Schwestern sich an nichts mehr erinnern. Helen und Orion erklären ihnen, sie wären die Eumeniden und ihre Aufgabe wäre es, Menschen zu beschützen, die unschuldig angeklagt wurden. Somit sehen die Furien, nun nur noch harmlose kleine Mädchen, keinen Grund mehr, die Scions gegeneinander aufzuhetzen.
Sie bringen die Furien zu Persephone, wo sie auf Hades treffen, der Helen daran erinnert, dass sie seinen Ratschlag, das Orakel zu befragen, ob man die Furien wirklich befreien sollte, nicht befolgt hat.

Auf der Erde liegt Jerry mittlerweile im Sterben und Jason und Ariadne gelingt es nicht, seinen Geist zurückzuholen, da Ares ihn in der Unterwelt in die Irre führt, um Helen nach unten zu locken. In dem Moment, in dem sie ihr Portal öffnet und nicht vom Cestus beschützt werden kann, verabreicht Automedon ihr Gift und entführt sie.
Er bringt sie in die tote Zone zu Ares, welcher sie übel zurichtet und Orion und Lucas, die sie befreien wollen, dorthin lockt. Er bringt Helen dazu, ihre Liebe zu Lucas und Orion zuzugeben und zu schwören, wenn nötig für beide zu sterben. Sein Plan ist es, auch Lucas und Orion zu verletzen, damit sich das Blut der drei vermischt und so die beiden Häuser wieder vereint werden, was ihm auch gelingt. Zach, der noch versucht hat, Helen und die Familie Delos zu warnen, wird von Automedon wegen seiner Untreue erstochen, kann Helen aber noch erzählen, dass Automedons Blutsbruder Achill war, woraufhin sie den Myrmidonen mit einem Stich in die Ferse tötet.

Es ist jedoch zu spät, denn Ares' Plan ist aufgegangen und die Götter können den Olymp wieder verlassen, da alle vier Häuser wieder vereint wurden. Helen ist jedoch so wütend, dass es ihr mit Orions Hilfe gelingt, Ares in die Nähe eines Portals zu bringen und dann für immer in den Tartarus zu befördern.
Am Ende des Buches wird beschlossen, dass eine Versammlung aller vier Häuser stattfinden muss.

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