Mittwoch, 29. Januar 2014

"Clockwork Angel" - Cassandra Clare

Clockwork Angel


Preis: € 18,99
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 576
Reihe: 1. Teil einer Trilogie
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Arena 
Erscheinungsdatum: Februar 2011
← ©Arena
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London, 1878. Nach einem nächtlichen Kampf gegen einen Shax-Dämon finden die Schattenjäger William Herondale und James (Jem) Carstairs in einer Nebengasse die Leiche eines jugendlichen Menschenmädchens. Jem glaubt jedoch nicht, dass der Dämon es getötet hat - das Mädchen wurde erstochen, der Shax-Dämon diente augenscheinlich nur zur Aufspürung. 

Wenige Wochen später legt Theresa Gray am Londoner Hafen an. Sie zieht von New York hierher, da ihr einziger lebender Verwandter, ihr älterer Bruder Nathan, hier lebt und arbeitet. Doch am Hafen erwartet er sie nicht wie versprochen - sie wird von den zwielichtigen Dunklen Schwestern, Lady Black und Lady Dark, empfangen. In einem Brief von Nate steht, dass sie seine Vermieterinnen seien und sein vollstes Vertrauen genössen.

Es folgt ein Zeitsprung von 6 Wochen. Tessa wurde über diese Zeit im sogenannten "Dunklen Haus" gefangen gehalten und hat kein einziges Mal ihren Bruder gesehen - irgendetwas läuft richtig, richtig schief. Jeden Tag wird sie von ihrem Zimmer in das Büro der Dunklen Schwestern geholt, wo diese verlangen, dass sie sich mithilfe eines persönliches Gegenstandes einer toten Person verwandeln soll. Tessa beugt sich ihren Anleitungen, da sie sonst geschlagen und gepeitscht wird, und irgendwann gelingt die Verwandlung: sie verwandelt sich für kurze Zeit in Emma Bayliss, jenes ermordete Mädchen, das Will und Jem einige Wochen zuvor gefunden hatten. Die Dunklen Schwestern entscheiden an diesem Abend dass Tessa "so weit sei". Über das Dienstmädchen erfährt sie, dass sie einen mysteriösen Magister heiraten soll.

Panisch sucht sie von ihrem Zimmer aus einen Fluchtweg, als Will auftaucht. Nach ersten Missverständnissen wird klar, dass er nur zufällig auf Tessa gestoßen ist, als er den Spuren des Dolchs, mit dem Emma Bayliss erstochen wurde, nachgegangen war. Nach einem Kampf gegen die dunklen Hexenschwestern können beide entkommen. Lady Black stirbt bei dem Kampf, Lady Dark ist verschwunden.

Bruder Enoch, einer der Stillen Brüder, offenbart Tessa, sie sei ein Eidolon, eine Gestaltwandlerin. Niemand weiß genau, ob sie ein Lilithskind (Hexe) ist, da sie zwar Anzeichen dafür aufzeigt, jedoch kein Dämonenmal trägt. Auch ihre einzigartigen Fähigkeiten, die sicherlich nicht nur das Gestaltwandeln umfassen, bleiben bisher unklar.
Während der Zeit, in der sich Tessa ein wenig in das Institut einleben kann, trifft sie erstmals und danach immer wieder auf den charmanten, geduldigen und ausgeglichenen Jem, Wills Parabatai (Kampfpartner) mit erstaunlich hellen Haaren und asiatischen Wurzeln. Weiters ist er todkrank, hustet Blut und leidet öfters an Schwächeanfällen, Näheres wird jedoch noch nicht erklärt.

Während Jessamine, ein unglückliches Schattenjägermädchen in Ausbildung, Tessa ihre Geschichte aufbreitet und sie überzeugen will, sie aus dem für sie grässlichen Institut zu "retten", finden Jem und Will im Dunklen Haus verdächtige Maschinenteile sowie einen menschlichen Automaten (Miranda, das Dienstmädchen), der sie vor den Kreaturen warnt, die weder aus dem Himmel noch aus der Hölle stammen.
Nach einigen Nachforschungen der Schattenjäger stellt sich heraus, dass "der Magister" Alexei de Quincey ist, Anführer des Vampirclans, Oberhaupt des Pandemonium Clubs und Verbündeter des Schattenjägerrates. Nate hat angeblich seine Stelle bei seinem früheren Arbeitgeber, Mr Mortmain (von dessen Firma auch die gefundenen Metallteile hergestellt wurden), gekündigt, um bei de Quincey zu arbeiten. Seitdem wurde er nicht mehr gesehen.

Die Schattenjäger haben aufgrund ihrer Informantin, der Vampirin Lady Belcourt, Grund zur Annahme, dass de Quincey und sein Clan durch Tötung menschlicher Irdischer gegen das Abkommen verstoßen, das den Frieden zwischen Schattenjägern, Schattenweltlern und Irdischen sichert. Doch sie haben keinen Beweis: erst muss ein Schattenjäger mit eigenen Augen die Tat bestätigen können. So besuchen Tessa, verwandelt als Lady Belcourt, und Will, als ihr Domestik, eine dieser Veranstaltungen; Unterstützung erfahren sie durch den Hexenmeister und Liebhaber der Vampirin Magnus Bane. Als sich de Quincey um ein Haar über sein gefesseltes, malträtiertes, menschliches Opfer (das im Übrigen Nate ist, Tessas Bruder) hermachen will, stürmen die anderen Schattenjäger den Raum. Es können alle Untoten eliminiert werden und die Nephilim haben nur 2 Tote zu beklagen - jedoch konnte de Quincey fliehen. Nate kommt derweil ebenfalls im Institut unter.

Die Sache mit den Metallteilen und menschlichen Automaten erscheint immer obstruser. Henry, der Ehemann der Institutleiterin Charlotte, hat das gefundene Dienstmädchen untersucht und festgestellt, dass die Kreatur mechanisch konstruiert, jedoch mit menschlicher Haut überzogen und menschlichen Organen gefüllt ist. Dazu passt auch eine Art Bauplan, der in de Quinceys Haus gefunden wurde. 
Noch am selben Abend sprühen Funken zwischen Tessa und dem unnahbaren, geheimnisvollen Will, dem alles egal zu sein scheint - auf dem Speicher küssen sie sich schon fast unkontrolliert, jedoch stößt er sie bald weg und schickt sie fort. Danach bleibt er kühl auf Abstand.

Tessa erfährt bald Näheres über Jems Krankheit: Als Kind wurde er mit Dämonensubstanz gefoltert, um seine Eltern, die Leiter des Instituts in Shanghai, zu quälen, was bleibende Schäden verursachte. Die Dämonensubstanz ist wie eine Droge, die ihn langsam dahinrafft und seinen Haaren, Augen und seiner Haut die Farbe entzieht, ohne der er aber sofort sterben würde. Er muss täglich eine Dosis nehmen.

Auf einen Tipp von Mortmain hin sucht die Brigade de Quincey und seinen restlichen Clan auf, um ihn endgültig zu vernichten. Während Jem und Will Lady Dark aufhalten, die mithilfe einer Verquickungsformel im Auftrag des Magisters angeblich den Automaten Dämonenenergie und damit einen eigenen Willen einhauchen soll, erfahren sie, dass in Wahrheit Mortmain der Magister ist. Die ganze Sache mit de Quincey war eine Finte, um die Schattenjäger aus dem Haus zu locken und gleichzeitig seinen vampirischen Widersacher loszuwerden. Danach tötet Will Lady Dark (die im übrigen ein reinrassiger Gestaltwandler-Dämon ist, ein Eidolon, genau wie Tessa). 
Mittlerweile wird klar, dass Nate die ganze Zeit lang für Mortmain gearbeitet hat, denn für ihn bedeuten Macht, Wissen und Unsterblichkeit alles, und das kann ihm der Magister alles geben. Seit er weiß, dass Tessa kein menschliches Wesen ist, fühlt er sich nicht mehr mit ihr verbunden und verkaufte sie an Mortmain. Sogar Tante Harriet hat er vergiftet, damit seine Schwester keine anderen lebenden Verwandten mehr hatte und somit nach London kommen musste.

Als Mortmain und seine Klockwerk-Kreaturen das Institut stürmen (sie konnten die Tür öffnen weil einer der Automaten Schattenjägerblut an den Händen hatte), sterben bei dem Kampf Agatha und Thomas. Jessamine, Sophie und Tessa verschanzen sich im Sanktuarium, werden aber schließlich mit Mortmain konfrontiert. Dieser nötigt Tessa nun, sich mithilfe einer alten Uhr sich in jemanden zu verwandeln, den er dringend nochmal sprechen möchte. Die Gestaltwandlerin weigert sich jedoch und stellt Bedingungen: Was ist sie? Warum ist sie so, wie sie ist? Wenn sie kein Mensch ist, wer sind dann ihre Eltern? Mortmain offenbart ist, dass ihre Mutter unwissentlich eine Hexe war und sie (ebenfalls unwissentlich!) gemeinsam mit einem Dämon in der Gestalt ihres Vaters gezeugt wurde. Tessa trägt eventuell kein Mal, da ihre Mutter von ihrer Schattenwesenexistenz nichts wusste. Und ihre Fähigkeit, sich in andere Menschen zu verwandeln, ihre Persönlichkeit heraufzubeschwören ist vollkommen einzigartig - deshalb ist sie auch so wertvoll. Als sie erkennt, dass sie gegen Mortmain nichts ausrichten kann, stößt sie sich eine Klinge ins Herz. Dabei dreht sie sich allerdings um und verwandelt sich kurz in eine Frau, die erschossen wurde, sodass ihr Kleid voller Blut ist, und tut, als wäre sie tot.
Daraufhin sind Mortmain und Nate wie vom Erdboden verschluckt. Allerdings haben sie die Pyxis, ein Behältnis mit Dämonenenergie, mitgenommen, um die Automaten endgültig zum Leben zu erwecken.

So findet Will Tessa, und bevor sie sich erklären kann, zeigt er unwillkürlich seine weiche Seite - danach allerdings erneut die kalte Schulter. Obwohl die junge Schattenweltlerin dem Institut nur Schlimmes beschert hat, beschließt Charlotte, dass sie Tessa weiterhin hierbehalten will. Sie sieht darin eine gute Möglichkeit, ein Bündnis zwischen den Schattenjägern und Schattenweltlern zu schaffen.

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