Montag, 30. Dezember 2013

"Gebannt" - Veronica Rossi




Preis: € 17,95
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 432
Reihe: 1. Teil einer Trilogie
Genre: Dystopie
Verlag: Oetinger
Erscheinungsdatum: März 2012
← ©Oetinger
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Danke an Friedelchen für die Zusammenarbeit und den Spoilerbeitrag :)






Seit die Erde vor 300 Jahren von einer nie vorher gesehenen Naturkatastrophe, den Ätherstürmen, verwüstet wurde, leben die Menschen unter Glaskuppeln, die sie vor den verheerenden Stürmen schützen. Doch nicht alle Menschen hatten das Glück, in die Kuppeln ziehen zu dürfen: die Übriggebliebenen, die nicht ausgelost wurden, leben in der Wildnis, in verschiedenen Stämmen und trotzen dort der wilden Natur.

Aria ist eine sogenannte "Siedlerin" und lebt in Reverie, einem der geschützten Wohnkomplexe. Die Tage verbringt sie mit ihren Freunden in den zig verschiedenen virtuellen Welten, die sie über ihr SmartEye betreten kann. Eines Nachts beschließt sie mit ihrer Freundin Paisley und mit Soren und seinen Freunden einen verbotenen Ausflug in die Obstplantagen zu unternehmen. Doch der Ausflug endet tödlich: ein Feuer bricht aus und Soren scheint plötzlich den Verstand zu verlieren und versucht, Aria zu erwürgen. Nur mithilfe eines Unbekannten, der plötzlich in der Kuppel auftaucht uns Soren verprügelt, kann Aria überleben. Ihre Freundin Paisley und die Jungen haben weniger Glück: sie sterben in dem Brand, Soren kann schwerverletzt entkommen.

Am nächsten Tag muss Aria sich wegen der Zerstörung der Obstplantage einem Verhör bei Konsul Hess stellen. Er verspricht ihr, die Geschehnisse zu untersuchen. Doch statt seinen Sohn Soren zur Verantwortung zu ziehen, lässt Konsul Hess Aria in der Wildnis außerhalb der Glaskuppeln aussetzen, damit sie niemandem von Sorens Ausraster erzählen kann.

Perry ist einer der Menschen, die Aria als "Wilde" bezeichnen würde, denn er lebt außerhalb der Glaskuppeln bei seinem Stamm und muss täglich um sein Überleben kämpfen. Doch der Äther hat die Menschen auch verändert: Der neunzehnjährige Perry ist ein Witterer und kann Stimmungen wahrnehmen, außerdem besitzt er eine ausgezeichnete Nachtsicht, was ihn zu einem unschätzbar wertvollen Jäger macht.

Eines Nachts plant er, Lebensmittel aus einer der Glaskuppeln zu stehlen - und rettet Aria dabei das Leben. Er ist der Unbekannte, der sie vor Soren verteidigt. Doch seine Ausbeute ist eher gering und so bringt er seinem kleinen Neffen Talon lediglich einen Apfel mit nach hause. Am nächsten Tag wird Talon, während er gerade mit Perry am Strand ist, plötzlich von Soldaten der Siedler gepackt und entführt; Perry überlebt den Angriff nur knapp und schwört, Talon zu finden.

So trifft er bei seiner Suche erneut auf Aria, die hilflos und ohne Ziel in der Wildnis herumirrt. Trotz seiner Abneigung für die Siedler hilft er ihr, im Austausch für das Versprechen, dass sie ihm bei der Suche nach Talon hilft. Doch Aria, der Perrys Welt völlig fremd ist, bringt sich ständig in Gefahr. So zieht sie unterwegs die Aufmerksamkeit der Kräher auf sich, ein Kannibalen-Stamm, und Perry kann ihr nur knapp das Leben retten, indem er die Kräher tötet. Aria, geschockt von Perrys Skrupellosigkeit, sehnt sich nach ihrem Leben innerhalb der Kuppeln zurück, kann aber auch nicht leugnen, dass sie langsam immer stärker wird und sich verändert. Ihr Gehör wird schärfer und zum ersten Mal in ihrem Leben kriegt sie ihre Regel, ein Prozess, der bei den Siedlern eigentlich genetisch gestoppt wurde. Und auch Perry, den sie anfangs so abstoßend fand, wirkt immer anziehender.

Unterwegs begegnen die beiden Roar, Perrys bestem Freund, und einem seltsamen Jungen namens Cinder. Roar sollte eigentlich Perrys Schwester Liv zum Stamm der Hörner bringen, da sie mit deren Stammesführer Sable verheiratet werden soll; nur ist Liv eines Nachts einfach spurlos verschwunden. Nun sucht Roar nach ihr und hat unterwegs Cinder aufgegabelt, der nicht verraten will, wo er herkommt. Perry hat von Anfang an das Gefühl, dass mit dem Jungen etwas nicht stimmt, und dieser Eindruck bestätigt sich, als Cinder ihm in einem Anflug von Wut und Angst die Hand verbrennt, indem er den Äther herbeiruft. Cinder kann die Ätherstürme manipulieren, eine mächtige Fähigkeit, von der noch niemand zuvor je gehört hat.

So hilft er ihnen auch, den Krähern zu entkommen, die sich für den Tod ihrer Freunde an Perry rächen wollen. Cinder ruft einen Äthersturm herbei und tötet so mit einem Schlag eine ganze Horde Kräher. Doch sie werden weiter verfolgt und beschließen, Schutz bei Marron zu suchen, einem befreundeten Stammesführer. Er hilft Aria, ihr kaputtes SmartEye zu reparieren, welches ihr Konsul Hess nicht weggenommen hatte. Mit diesem hofft sie, ihre Mutter erreichen zu können, die in der entfernten Kuppel Bliss als Wissenschaftlerin arbeitet. Doch von Marron muss Aria erfahren, dass Bliss nicht nur von einem Äthersturm getroffen wurde; auch die Einwohner sind in einem scheinbaren Anfall von Wahnsinn aufeinander losgegangen.

Die Erklärung für diesen Wahnsinn findet Aria schließlich auf dem SmartEye, auf welchem ihre Mutter eine Nachricht für sie hinterlassen hat: Immer mehr Einwohner leiden an einer Krankheit, dem degenerativen limbischen Syndrom, welche sie aggressiv und unkontrolliert macht. Dieselbe Krankheit hatte auch Soren in der Nacht des Feuers gepackt. Außerdem erfährt Aria, dass ihr Vater ein Außenbewohner war und sie von ihm ihr außergewöhnliches Hörvermögen hat, welches während der Reise mit Perry immer stärker geworden ist. Sie ist eine Horcherin, wie auch Roar.

Über das SmartEye finden sie außerdem heraus, dass Talon bei den Siedlern ist und dort medizinisch versorgt wird. Noch mehr verblüfft es Perry allerdings zu hören, dass Talon dort seinen Vater gesehen hat. Dabei wusste Vale doch angeblich nicht, wohin Talon verschleppt wurde...

Im Schutz von Marrons Siedlung kommen sich Perry und Aria immer näher, doch eine Exfreundin von Perry warnt Aria: als Witterer kann er nur mit einer anderen Witterin zusammenkommen, um seine seltene Fähigkeit an seine Kinder weiterzugeben. Doch Perry scheint das egal zu sein: hoch über den Dächern von Marrons Siedlung küssen sie sich das erste Mal.

Ein paar Tage später begibt sich Aria auf die Reise nach Bliss, um zu sehen, ob ihre Mutter überlebt hat. Perry bringt sie bis zur Kuppel und macht sich dann schweren Herzens auf dem Weg nach hause zu seinem Stamm, da er überzeugt ist, dass Aria bei den Siedlern bleiben wird. Unterwegs trifft er auf den Witterer Reef und seine Männer, die Perry nach einem Kampf die Treue schwören und ihm zu seinem Stamm folgen.

Aria muss derweil erfahren, dass ihre Mutter tot ist. Statt ihrer trifft sie in der zerstörten Kuppel auf Konsul Hess, der ihr einen Deal anbietet: sie soll die Blaue Stille finden, einen Ort, von dem es heißt, dass er vor den Ätherstürmen geschützt ist. Dafür wird Talon freigelassen. Aria willigt notgedrungen ein.

Endlich wieder zuhause, findet Perry heraus, dass sein Bruder und Stammesführer Vale Kinder an die Siedler verkauft hat im Austausch gegen Lebensmittel, auch seinen eigenen Sohn Talon. Perry kämpft daraufhin mit ihm um die Stammesherrschaft und gewinnt, Vale stirbt.

Monate vergehen. Roar kehrt von Marron zurück und erzählt Perry, dass Aria nicht bei den Siedlern geblieben ist. Perry macht sich auf die Suche nach ihr...

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